Der neue Kirchengemeinderat 2019

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Der neue Kirchengemeinderat der Evangelischen Kirche in Leutkirch: (hinten von links) Annette Ammann, Beate Meyer, Hannelore Schupp, Barbara Waldvogel, (vorne) Petra Reininghaus, Sven Stöckle, Katrin Hünersen-Frech und Fritz Winter. Ebenfalls gewählt, aber wegen Erkrankung nicht im Bild: Rudi Patzelt.

Bis 23 Uhr mussten die Kandidaten am 1. Advent wegen des komplizierten Auszählmodus in Verbindung mit den Synodalwahlen ausharren, ehe Dr. Kurt Lillich, Vorsitzender des Ortswahlausschusses, das Ergebnis der Wahlen in der Evangelischen Kirchemgemeinde in Leutkirch verkünden konnte. Auf die neun Plätze wurden gewählt: Barbara Waldvogel (555 Stimmen), Rudi Patzelt (467), Annette Ammann(435), Dr. Fritz Winter(427), Beate Meyer (409), Sven Stöckle (378), Hannelore Schupp (374), Dr. Katrin Hünersen- Frech (329) und Petra Reininghaus (261). Pfarrer Volker Gerlach dankte allen elf Kandidaten für ihren Einsatz, da sie eine echte Wahl ermöglicht hatten. Zudem bedankte er sich beim Ortswahlausschuss und bei den Wahlhelfern für ihren großen Einsatz beim Auszählen der Stimmen.

Die Wahlbeteiligung lag mit 19,3 Prozent höher als 2013 mit 18,8 Prozent. Leider gab es 29 ungültige Stimmen vor allem bei den Briefwahlunterlagen. Die Wahlbeteiligung im Wahlkreis Ravensburg-Biberach betrug 17,3 Prozent. Im Gottesdienst am Sonntag, 12. Januar 2020, wird der neue KGR in sein Amt eingesetzt. Erste Sitzung ist am Dienstag, 21. Janaur 2020.

Gemeindereise an den Niederrhein

Erika Weber hatte 1999 die erste Gemeindereise in die neuen Bundesländer initiiert. Seit 2002 organisiert Barbara Waldvogel die Deutschlandtouren, Abstecher in Nachbarländer inklusive. Wie bereits im letzten Jahr, begleitete auch dieses Mal hochsommerliches Wetter die Ausflügler auf ihren verschiedenen Etappen. Der erste Stopp bei der Hinreise war in Maria Laach. Dort wurde eine Gruppe durch die berühmte Abtei geführt, die zur Benediktinerkongregation Beuron gehört. Die zweite Gruppe spazierte unter kundiger Anleitung zum Laacher See, an dessen Ufer aufsteigendes Kohlenstoffdioxid auf die anhaltende vulkanische Aktivität in dieser Region hinweist. Immerhin gab es dort vor rund 13 000 Jahren den letzten verheerenden Vulkanausbruch auf deutschem Boden, wovon heute noch riesige Gesteinsbrocken zeugen.

Nach diesem spannenden Ausflug in die Vulkanologie ging es zum Hotel im Städtchen Straelen im Landkreis Kleve, von wo aus man verschiedene Fahrten startete. Am Sonntag war ein unierter Gottesdienst in der evangelischen Kirche von Issum angesagt. Anschließend stand ein Besuch der Siegfriedstadt Xanten auf dem Plan, wo gerade der Kunstmarkt „Klein Montmartre“ französisches Flair verbreitete. Eine Bimmelbahnfahrt sowie Führungen im Dom St. Viktor und im Archäologischen Park Xanten auf dem weiten Gelände der einstigen römischen Stadt Colonia Ulpia Traiana gewährten Einblicke in eine bewegte Geschichte.

Bei einer Führung durch Straelen, wo unter anderem das Europäische Übersetzerkollegium residiert, lernten die Besucher eine geglückte, liebevolle Stadtsanierung kennen, wobei der Einfluss der nahen holländischen Grenze angesichts der vielen Klinkerhäuser unverkennbar war. Auf einer Bustour durch die Gartenbauregion ging es vorbei an riesigen Anbauflächen und unzähligen Gewächshäusern. Bei einem Produzenten von Callunen (Besenheide) konnte man vor Ort erleben, mit wie viel Knowhow Abertausende von Pflanzen herangezogen werden, die jetzt als Herbstbepflanzung in unseren Geschäften landen.

Abstecher in die Niederlande mit der munteren Einkaufsstadt Venlo, dem prächtigen Schlossgarten Kasteeltuinen in Arcen und einer Bootsfahrt auf der Maas sowie eine Tagestour in die belgische Stadt Antwerpen mit Kathedrale und Rubenshaus rundeten das Programm ab, das jeden Morgen mit einer, von Ilse Schöttle sorgfältig vorbereiteten aufbauenden Andacht begann. Auf der Heimfahrt schließlich erwies man bei einem Stopp in Aachen Karl dem Großen als Vater Europas Reverenz.

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