An Weihnachten solo?

Herzlich eingeladen sind alle, die gerne kommen möchten sowie alle, die im Rahmen des Teilhabe-Projekts von Familie in Not bedacht wurden. Eingeladen sind einfach alle, die am 24. Dezember nach dem Gottesdienst noch nichts anderes vorhaben.  Sie können gerne mit uns feiern! Der große Christbaum ist dann schön geschmückt, die Krippe auch. Wir sind uns sicher: Für jede und jeden findet sich ein gemütliches Plätzchen in unserer geräumigen Kirche.
Sie wollen diese Weihnachtsfeier unterstützen, können aber am 24. Dezember nicht persönlich dabei sein?
Mit einer Kuchenspende, Brötle, belegten Broten oder mit alkoholfreiem Punsch können Sie unsere Festgemeinschaft am Heiligen Abend bereichern! Willkommen sind auch ein paar kräftige Hände, die uns nach der Christvesper dabei helfen, Tische und Stühle aufzustellen oder sie später am Abend zu vorgerückter Stunde wieder zurück zu räumen, damit die Kirche für den Festgottesdienst am Weihnachtsmorgen wieder bereit ist.
Damit wir planen können: Wer gerne mithelfen möchte, sollte sich bitte im Gemeindebüro melden. Tel. 07561/72280 oder Email: pfarramt.leutkirch-nord@elkw.de
Ende unseres Teilhabe-Projekts
Mit diesem Fest am Heiligen Abend endet auch unser Teilhabe-Projekt. Allen Spenderinnen und Spendern sagen wir an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön!  Sie werden, sobald der Abschluss des Projekts mit allen Zahlen vorliegt, im neuen Jahr einen Brief von uns bekommen.    

Lichtblicke im Alltag

© bawa

Pfarrerin Tanja götz (links) und Diplom-Sozialarbeiterin Sonja Seel.

Teilhabe verschenken – wie geht das denn? Die evangelische Kirchengemeinde in Leutkirch weiß darauf eine Antwort. Seit Juli läuft hier das Programm „Projekt-Patenschaft“ – mit dem man eine Familie oder auch eine Einzelperson einige Monate finanziell unterstützen kann. Dieses Geld soll ihnen ermöglichen, etwas zu unternehmen, das Freude macht - was die übliche Unterstützung durch das Sozialgesetz nicht vorsieht.

Im Juli wurde das Teilhabe-Projekt „Vergelt’s Gott“ gestartet, und wie Diplom-Sozialarbeiterin Sonja Seel von der Diakonischen Bezirksstelle Ravensburg bestätigt, hat es überraschend viel Unterstützung erfahren. Auch die Leutkircher Pfarrerin Tanja Götz, die zusammen mit Sonja Seel das Vorhaben aus der Taufe gehoben hat, ist mit der Resonanz sehr zufrieden. Dabei war es durchaus fraglich, ob die Beiden damit auch Zustimmung finden würden, denn schließlich gibt es in der Kirchengemeinde seit mehr als 30 Jahren das von der Bevölkerung mit vielen Zuwendungen regelmäßig bestückte Konto „Familie in Not“. Mit diesen Mitteln können akute Notlagen oder finanzielle Engpässe abgemildert werden, so zum Beispiel, wenn in einer Familie die Waschmaschine kaputt geht, die Heizrechnung nicht zu bezahlen ist oder Unterrichtsmaterialien gekauft werden müssen.

Dank der Unterstützung durch den Kirchenbezirk, konnte im März dieses Jahres Sonja Seel ihre Beratertätigkeit in Leutkirch aufnehmen. Einmal in der Woche ist sie im Evangelischen Pfarrhaus in der Poststraße anzutreffen – und ihre Sprechstunden sind immer voll ausgebucht. Es geht dabei aber nicht darum, mit ein paar baren Münzen die Klienten wieder wegzuschicken und sie ihrem Schicksal zu überlassen. Vielmehr setzt sich Seel mit ihnen zusammen, um nach der Ursache für die prekäre Lage zu suchen, um dann eine nachhaltige Lösung zu finden. Wenn die Not aber besonders akut und bedrängend ist, dann gibt es auch direkte Sachleistungen oder auch Gutscheine für den Supermarkt. Mit dem Teilhabe-Projekt hat Seel nun aber die Möglichkeit, ihren Klienten gewissermaßen ein Bonbon zu reichen, das in keinem Leistungskatalog aufgeführt wird.

So konnte sie in den Sommerferien einer Familie mit vier Kindern die Eintrittskarten in das Ravensburger Spieleland schenken. Einer Mutter mit ihren drei Kindern ermöglichten die Spenderinnen und Spender in den Herbstferien Bekannte zu besuchen und dort  auch ins Kino zu gehen. Tränen standen in ihren Augen, als ihr Sonja Seel diese Möglichkeiten zusagte. Damit hatte die Frau nicht gerechnet. Einmal wieder den Friseur besuchen, an einem heißen Sommertag mit den Kindern ins Schwimmbad oder in die Eisdiele gehen – was für den Großteil der Bevölkerung selbstverständlich ist, ist für Menschen, die um jeden Cent kämpfen müssen, schier unmöglich. Um diese Teilhabe zu ermöglichen, geht es bei dem Projekt.

Diese Zuwendung, die nicht nach dem Sozialgesetz geregelt ist, sondern die von Leutkircher Spenderinnen und Spendern von Herzen kommt und von der Kirchengemeinde getragen wird, bewirkt darüber hinaus oft nicht nur eine kurzfristige Aufhellung des Alltags, sondern gibt den Menschen wieder einen Schub, konnten Sonja Seel und Tanja Götz feststellen.

Den Abschluss findet das Projekt an Heilig Abend in der Dreifaltigkeitskirche. Dort möchte Pfarrerin Götz nach dem Gottesdienst zum gemeinsamen Weiterfeiern einladen. Da die Kirche schnell zum Festsaal umgebaut werden kann, ist das kein Problem. Und alle sind willkommen, die diesen Abend nicht alleine verbringen wollen.

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