Teilhabe-Projekt und Konfirmanden-Aktion

Die Pfarrerinnen Tanja Götz und Ulrike Rose leiteten gemeinsam den Gottesdienst, der mit dem Lied „Aufsteh‘n, aufeinander zugeh‘n“ die Besucher zur Bewegung aufforderte. Sie sollten ihren Namen auf kleine, bunte Papiereckchen schreiben und dann nach vorne bringen, damit diese von Kindern in die offenen Hände des großen Logos von „Familie in Not“ geklebt werden konnten. Symbolträchtig wurde damit deutlich: Wenn viele helfen, können Menschen aufgefangen werden und auch einmal teilhaben – zum Beispiel am ganz normalen gesellschaftlichen Leben.

Darum geht es bei dem neuen Teilhabe-Projekt „Vergelt’s Gott“ von Diakonie, „Familie in Not“ und Evangelischer Kirchengemeinde Leutkirch. Es wirbt um anonyme Patenschaften für Menschen mit sehr schmalem Budget, damit sich diese auch einmal etwas außer dem „Allernotwendigsten“ leisten können:  Mit der Familie einmal ein Eis essen gehen, das Schwimmbad besuchen, in einem normalen Geschäft einkaufen können... Pfarrerin Götz stellte beim Gottesdienst den druckfrischen Flyer vor, der nähere Auskünfte über die Aktion gibt. Sie betonte dabei aber auch: „Wir alle leben von den offenen Händen eines anderen. Und von den offenen Händen Gottes. Mal sind wir es, die geben, aber oft sind auch wir diejenigen, die empfangen.“

Erfreulich engagiert zeigten sich auch die 16 Konfirmandinnen und Konfirmanden, die ganz nach dem biblischen Gleichnis vom Wuchern mit den Pfunden jeweils  zehn Euro bekamen und diese dann zugunsten anderer vermehren sollten. So wurde unter anderem Kuchen gebacken und verkauft oder bei der Hausarbeit und im Garten geholfen. Das Ergebnis ihres Einsatzes kann sich sehen lassen: Aus 160 Euro wurden 325 Euro. Der Reinerlös wird auf das Teilhabe-Konto einbezahlt.

Nach dem Mittagessen mit der traditionellen Kartoffelsuppe wurde das Wetter immer besser, sodass auf dem Martin-Luther-Platz bei Feinem vom Grill, Kaffee und Kuchen und Obstbowle vom Freundeskreis genügend Möglichkeit zur Begegnung und Unterhaltung geboten war. Apropos Unterhaltung: Die Soulsisters Ruth und Judith Angele, die bereits den Gottesdienst mit ihren modernen christlichen Liedern mitgestaltet hatten, präsentierten am Nachmittag bei ihrem Konzert einen bunten Querschnitt aus ihrem großen Repertoire an Pop-Musik. Es gab nicht nur Beifall, sondern als Dankeschön auch Blumen – ebenso für Sarah Smith, die in ihren Ferien wieder im Gottesdienst souverän die Orgel spielt.

Höhepunkte für die Kinder waren am Nachmittag die Rollenrutsche, die vor der Kirche aufgebaut war, der Kasperlebesuch vom Lukaskindergarten und der Tanz der Kinder vom Johanneskindergarten. Wie Sommerfest in der evangelischen Kirchengemeinde in Leutkirch geht, bei dem viele Hände tatkräftig anpacken, konnten die Mitglieder des CVJM aus Holzgerlingen erleben, die nahe Ampfelbronn ein Zeltlager aufgebaut haben. Sie nahmen am Gottesdienst teil, und bei einer Kirchenführung ging es bis tief in die Geschichte der Reformation in Leutkirch.  

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