Gemeindereise an den Niederrhein

Erika Weber hatte 1999 die erste Gemeindereise in die neuen Bundesländer initiiert. Seit 2002 organisiert Barbara Waldvogel die Deutschlandtouren, Abstecher in Nachbarländer inklusive. Wie bereits im letzten Jahr, begleitete auch dieses Mal hochsommerliches Wetter die Ausflügler auf ihren verschiedenen Etappen. Der erste Stopp bei der Hinreise war in Maria Laach. Dort wurde eine Gruppe durch die berühmte Abtei geführt, die zur Benediktinerkongregation Beuron gehört. Die zweite Gruppe spazierte unter kundiger Anleitung zum Laacher See, an dessen Ufer aufsteigendes Kohlenstoffdioxid auf die anhaltende vulkanische Aktivität in dieser Region hinweist. Immerhin gab es dort vor rund 13 000 Jahren den letzten verheerenden Vulkanausbruch auf deutschem Boden, wovon heute noch riesige Gesteinsbrocken zeugen.

Nach diesem spannenden Ausflug in die Vulkanologie ging es zum Hotel im Städtchen Straelen im Landkreis Kleve, von wo aus man verschiedene Fahrten startete. Am Sonntag war ein unierter Gottesdienst in der evangelischen Kirche von Issum angesagt. Anschließend stand ein Besuch der Siegfriedstadt Xanten auf dem Plan, wo gerade der Kunstmarkt „Klein Montmartre“ französisches Flair verbreitete. Eine Bimmelbahnfahrt sowie Führungen im Dom St. Viktor und im Archäologischen Park Xanten auf dem weiten Gelände der einstigen römischen Stadt Colonia Ulpia Traiana gewährten Einblicke in eine bewegte Geschichte.

Bei einer Führung durch Straelen, wo unter anderem das Europäische Übersetzerkollegium residiert, lernten die Besucher eine geglückte, liebevolle Stadtsanierung kennen, wobei der Einfluss der nahen holländischen Grenze angesichts der vielen Klinkerhäuser unverkennbar war. Auf einer Bustour durch die Gartenbauregion ging es vorbei an riesigen Anbauflächen und unzähligen Gewächshäusern. Bei einem Produzenten von Callunen (Besenheide) konnte man vor Ort erleben, mit wie viel Knowhow Abertausende von Pflanzen herangezogen werden, die jetzt als Herbstbepflanzung in unseren Geschäften landen.

Abstecher in die Niederlande mit der munteren Einkaufsstadt Venlo, dem prächtigen Schlossgarten Kasteeltuinen in Arcen und einer Bootsfahrt auf der Maas sowie eine Tagestour in die belgische Stadt Antwerpen mit Kathedrale und Rubenshaus rundeten das Programm ab, das jeden Morgen mit einer, von Ilse Schöttle sorgfältig vorbereiteten aufbauenden Andacht begann. Auf der Heimfahrt schließlich erwies man bei einem Stopp in Aachen Karl dem Großen als Vater Europas Reverenz.

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    „Wir übernachten in einer Kirche, das hab' ich noch nie gemacht.“ Der 13-jährige Lias Kühne aus Neulußheim bei Hockenheim bringt auf den Punkt, was für alle der rund 500 Mädchen und Jungen galt: Bei der dritten Konfi-Nacht von Freitag auf Samstag gab es viel Neues zu erleben - und jede Menge Spaß. Los ging's mit einer Stadtrallye durch das abendliche Stuttgart.

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