Konfirmation 2018 - Ein kreatives Ja zu Glaube und Gemeinschaft

© Barbara Waldvogel

Noch vor dem Gottesdienst gab es für die Besucher eine Besonderheit zu bestaunen: Vor dem Altar stand ein Kreis mit Stühlen, die von Hansjörg Baur und Rudi Patzelt organisiert und von der Konfirmandengruppe bei der Vorbereitung zum großen Festtag bunt bemalt und beklebt worden waren. „Jeder Stuhl ist ein Unikat und zeigt etwas von eurer Verschiedenheit und was euch wichtig ist“, erklärte Pfarrerin Ulrike Rose. Sie hatte den Gottesdienst ganz auf das Thema „Platz nehmen“ abgestimmt und mit den fundamentalen christlichen Werten verknüpft. Ob es nun um den Platz in ihrem eigenen Leben, ihren Platz bei Gott oder ihren Platz in der Zukunft ging – die jungen Menschen sagten dazu weniger die bekannten, auswendig gelernten Texte aus dem Katechismus auf, sondern stellten vielmehr ihre Interpretationen eines christlichen Lebens in ihrer Welt vor. Da ging es unter anderem um das Zusammenwachsen zu einer Gemeinschaft im Konfirmandenunterricht oder die  Bedeutung von Freundlichkeit, Geborgenheit, Sicherheit, Selbstbewusstsein  und Vertrauen. Und dabei spielten sie auch vor, was es heißt, wenn man zwischen allen Stühlen sitzt oder auf einem Stuhl kleben bleibt. Das Vertrauen auf Gott mit der Zusage, „Du bist nie allein“, wurde mit der Taufe von Konfirmand Philip Hildebrandt und der Tauferinnerung der anderen Konfirmanden bekräftigt.
Die Pfarrerin legte ihren Schützlingen ans Herz, das Leben als Geschenk zu begreifen. Zur Bekräftigung sang dann die Gemeinde: „Vergiss es nie, dass du lebst, war keine eigene Idee, und dass du atmest, kein Entschluss von dir. Vergiss es nie, dass du lebst, war eines anderen Idee, und dass du atmest, sein Geschenk an dich.“ Begleitet wurde dieses Lied von Hartmut Beuschel am Flügel und Schülerin Franziska Schrön am Saxofon, die zuvor schon mit dem Adagio aus dem Oboenkonzert in d-Moll von Alessandro Marcello feinfühlig in den Gottesdienst eingestimmt hatten. Später interpretierten Franziska Schrön und Matthias Christ am Flügel sehr engagiert das Stück „Irgendwas bleibt“ der Gruppe Silbermond.  Mit der Aufzählung der zehn Gebote und dem Bekenntnis zum Doppelgebot der Liebe zu Gott und zu dem Nächsten erinnerten die Konfirmanden schließlich an die tiefsten Glaubenssätze der Christenheit.
Nach der Einsegnung erhielten die jungen Menschen ihren Konfirmationsspruch, den sie sich selbst ausgesucht hatten. Für die Paten gab es ein Dankeschön in Form einer weißen Rose. Aber auch die Konfirmandinnen und Konfirmanden erhielten von Pfarrerin Rose eine Rose und eine Einladung zum Pizza-Essen.

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