Synode wählt Dirk Gundel online zum Bezirksrechner

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Wegen der Pandemie konnte die Herbstsynode des Evangelischen Kirchenbezirks Ravensburg mit ihren knapp 100 Mitgliedern nicht wie vorgesehen in Grünkraut als Präsenzveranstaltung abgehalten werden. Deshalb lud der Vorsitzende Kurt König am Freitagabend, 20. November, zum Online-Meeting ein. Als Gast war Prälatin Gabriele Wulz aus Ulm zugeschaltet, die derzeit den Kirchenbezirk visitiert. Wichtige Themen waren Haushalt und Wahl des Kirchenbezirksrechners.

Corona verhindert bislang immer noch eine echte Begegnung der neuen Gremiumsmitglieder nach den Kirchenwahlen am 1. Advent 2019. Konstituiert hatte sich die Synode durch den Lockdown nicht im März, sondern erst im Juni per Briefwahl. Um im Herbst nicht erneut eine Verzögerung zu riskieren, wurde am Freitag digital getagt. Während sich der Vorsitzende König, Dekan Friedrich Langsam und Verwaltungsstellenleiter Dirk Gundel jeweils aus getrennten Büros im Haus der Evangelischen Kirche meldeten, schalteten sich die Synodalen aus ihren Dienstsitzen oder Privatwohnungen zu.

Einer der ersten Tagesordnungspunkte betraf die vakante Stelle des Kirchenbezirksrechners. Gewählt wurde nach einer kurzen Vorstellungsrunde der neue Verwaltungsstellenleiter Dirk Gundel. Er ist für die Kassen- und Rechnungsführung sowie die laufenden Vermögensangelegenheiten des Kirchenbezirks zuständig. Anschließend ging die Wahl des Beschließenden Ausschusses der Bezirksverwaltung rasch über die Bühne. Ihm gehören jetzt an: Kurt König, Dekan Langsam, Dirk Gundel, Pfarrer Ralf Brennecke, Pfarrer Martin Schöberl, Pfarrer Stephan Günzler sowie die Kirchengemeinderäte Wolfgang Regedzinski, Ravensburg, und Constantin Knall, Weingarten. Nach einer kurzen Diskussion wurde auch der Bildung einer Gemeinde des Hensoltshöher Gemeinschaftsverbandes in Ravensburg als Teil der Evangelischen Landeskirche in Württemberg zugestimmt. Die Gemeinschaft hat damit auch Sitz und Stimme in der Bezirkssynode. 

Der Haushaltsplan 2020 des Kirchenbezirks Ravensburg einschließlich seines Sonderhaushalts für das Diakonische wurde verabschiedet. Das bedeutet zum Beispiel, dass von den Kirchengemeinden des Kirchenbezirks eine Bezirksumlage in Höhe von 1 636 300 Euro erhoben wird. Im Vorjahr betrug sie noch 1 579 900 Euro. Diese Erhöhung hatte noch das alte Gremium im Herbst 2019 beschlossen. Ein Minus mussten die Synodalen auch schlucken: Das planerische Ergebnis im Haushalt 2020 weist einen Fehlbetrag von 23 200 Euro aus. Zur Deckung wurde eine Entnahme aus der Personalkostenrücklage beschlossen.

Die digitale Synode funktionierte ohne Pannen, war in wenig mehr als einer Stunde beendet, aber die persönliche Begegnung der Haupt-und Ehrenamtlichen wurde doch sehr vermisst. Die nächste Tagung ist für März in Baienfurt vorgesehen - und Dekan Langsam gab sich optimistisch, dass es dann tatsächlich zu einer Bezirkssynode wie in Vor-Coronazeiten kommen werde.  

Kurt König wieder Vorsitzender der Bezirkssynode

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Kurt König aus Altshausen hat den Vorsitz wieder inne.

Die Synode des Evangelischen Kirchenbezirks Ravensburg ist in Amt und Würden – mit vierteljährlicher Verspätung wegen der Corona-Krise. Als Vorsitzender wurde Kurt König wiedergewählt.

Nach den Kirchenwahlen am 1. Dezember 2019 war die konstituierende Sitzung der Bezirkssynode für Ende März 2020 vorgesehen, aber wegen der Pandemie musste man sie um ein Vierteljahr verschieben. Als sich dann aber abzeichnete, dass auch Ende Juni eine Zusammenkunft nicht möglich sein würde, ermittelte man per Briefwahl alle Mitglieder der verschiedenen Gremien, Ausschüsse und Vorstände. Von den 107 Stimmberechtigten beteiligten sich 100. Diese hohe Beteiligung nannte Dekan Friedrich Langsam „ein Ergebnis, auf das wir miteinander stolz sein können.“

Erwartungsgemäß wiedergewählt wurde Vorsitzender Kurt König. Der ehemalige Bürgermeister von Altshausen hatte diese Position bereits in der letzten Amtsperiode inne. König und Langsam arbeiten eng mit dem Kirchenbezirksausschuss zusammen, dem geschäftsführenden Gremium der Synode. Zu seinen Aufgaben gehören u. a. die Vorbereitung der Sitzungen, die Haushaltsführung sowie Entscheidungen über Bau- und Personalangelegenheiten. Mitglieder dieses Ausschusses sind jetzt für den Distrikt Allgäu: Pfarrer Martin Sauer, Dirk Holst, Brigitte Keil-Visintini und Carsten Stoll. Für den Distrikt Schussental: Pfarrer Martin Schöberl, Christoph Leopold und Hans-Christof Schäfer. Für den Distrikt Seeregion: Pfarrer Volker Kühn, Susanne Schaub und Gunnar Weise.

Da der Alttanner Pfarrer Siegfried Kastler, der lange Jahre das Protokoll geführt hatte, inzwischen in den Ruhestand verabschiedet wurde, hat Pfarrer Dietrich Oehring, Isny, diesen Posten übernommen. Als positiv V bezeichnet Dekan Langsam auch die Veränderung bei der Zuwahl von Vertretern der Einrichtungsdiakonie. Wurden sie früher nur für ein Jahr gewählt, was eine Mitarbeit nicht wirklich ermöglichte, sind sie jetzt während der gesamten Amtszeit Mitglied der Synode. Gewählt wurde Gottfried Heinzmann, Vorstand der Zieglerschen.

Dekan Friedrich Langsam ist zwar mit dem Ablauf dieser Briefwahl sehr zufrieden. Allerdings wies er darauf hin, wie schwierig der Auftakt nun für die neuen Mitglieder der Synode gewesen sei –vor allem, weil sie Personen in die Gremien wählen mussten, die sie oftmals kaum kannten. Er hoffe deshalb sehr, dass wenigstens bei der geplanten Synode im Herbst die Chance zum persönlichen Austausch bestehe.

Alle Ergebnisse unter kirchenbezirk-ravensburg.de